Steuerfachangestellte/r in Teilzeit gesucht

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir ab sofort eine/n Steuerfachangestellte/n oder Bilanzbuchhalter/in in Teilzeit (1 – 2 Tage / Woche; später ausbaufähig). Der Aufgabenbereich umfasst Finanzbuchhaltung, Einnahmen-Überschuss-Rechnungen und Steuererklärungen. Wir erwarten gute Datev-Kenntnissen (optimal: Unternehmen Online), selbstständige und gewissenhafte Arbeitsweise sowie freundliche Umgangsformen. Die Kanzlei befindet sich direkt an der S-Bahn-Station Planegg (Innenraum). Bitte senden Sie Ihre Bewerbung per E-Mail unter Angabe der Gehaltsvorstellungen und des nächstmöglichen Eintrittszeitpunktes. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

wichtige Änderungen im Pesonalbereich zum 1.1.2015

Zu Beginn des neuen Jahres treten einige wichtige gesetzliche Regelungen in Kraft die vor allem bei der Beschäftigung von Aushilfen zu beachten sind.

1. Änderungen bei Minijobs

Die Minijobreform zum 1. 1. 2013 brachte einiges an Übergangsregelungen für bestehende Verträge mit sich. Dieses Übergangsrecht läuft zum 31. 12. 2014 aus. Wichtig sind z.B. folgende Änderungen:

a) Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse sind für Arbeitnehmer seit dem 1.1.2013 rentenversicherungspflichtig. Altverträge konnten rentenversicherungsfrei fortgeführt werden. Diese Bestandsschutzregelung endet zum 1.1.2015. Die Rentenversicherungspflicht ist allerdings abdingbar. Wenn der Minijobber seinem Arbeitgeber schriftlich mitteilt, dass er sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen will, bleibt der Minijob auch in der Zukunft sozialabgabenfrei und lediglich der Arbeitgeber muss Pauschalbeiträge entrichten.

b) Der Wegfall der Bestandsschutz- und Übergangsregelungen zum 1.1.2015 betrifft neben Minijobs auch die sog. Midijobs in der Gleitzone. Vor allem  bei  Beschäftigungen mit einem regelmäßigen Monatslohn zwischen 400,01 und 450,00 Euro sowie zwischen 800,01 und 850,00 Euro kann dies zum Teil gravierende sozialversicherungsrechtliche Folgen für die Betroffenen haben. Es empfiehlt sich diese Fälle dringend zu beraten, ggf. auch neu zu gestalten und vor allem in der Lohnbuchhaltung umzusetzen.

2. Gesetzlicher Mindestlohn

Ab dem 1. Januar 2015 gilt erstmals für ganz Deutschland eine vom Gesetzgeber festgelegte Lohnuntergrenze. Ziel des Gesetzgebers ist es, die Tarifautonomie aller Tarifvertragsparteien zu stärken und angemessene Arbeitsbedingungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sicher zu stellen. Das Mindestlohngesetz regelt die Vorgaben für einen flächendeckenden Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro je Zeitstunde. Ich empfehle Ihnen die Überprüfung des Mindestlohns bei allen Aushilfen (z.B. Minijobs, Reinigungskräfte, Aushilfen im Privathaushalt), aber auch bei teilzeitbeschäftigten Angestellten. Muss das Gehalt angepasst werden, sollte überprüft werden, ob möglicherweise die 450-Grenze für Minijobs überschritten wird und damit eine Lohnsteuer- und Sozialversicherungspflicht entsteht. Ist dies nicht gewünscht muss reagiert werden.

Dipl.Kfm. Martin Lehrer, Steuerberater